Jubiläumsausgabe Quart 3/2026: Zeitenwenden
„Wir hatten eine gute Idee“, bringt QUART-Mitinitiator Peter Pawlowsky den Anfang dieser Zeitschrift, die im Sommer 2001 erstmals erschienen ist, auf den Punkt. Mit „QUARTensprung“ fand der erste Chefredakteur Cornelius Hell ein stimmiges Bild dafür, wie dieses Medium das publizistische Erbe des legendären Monsignore Otto Mauer aufgegriffen und bis heute weitergetragen hat. Am Ende dieser Ausgabe lesen Sie Pawlowskys Erinnerung an die QUART-Gründung. 25 Zitate aus 25 Jahren bieten Ihnen danach eine Tour d’Horizon durch die 100 bisherigen Ausgaben – ein weiterer Anreiz, das QUART-Archiv auf quart-online.at zu nützen.
Seinen Sonderplatz in der Weltgeschichte verdankt das Jahr 2001 seinem 11. September, der sich als Terror-Formel 9/11 in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. 1932 in Prag geboren, ist die Journalismus-Doyenne Barbara Coudenhove-Kalergi prädestiniert, über die Zeitenwende 2001 sowie die von 1945, 1955 und 1989, aber vor allem auch über die (Re-)Volten unserer Zeit im Interview Auskunft zu geben.
Mit der Autorin des nächsten Beitrags bleiben wir in der Region. „Wir sind ein Zentrum, das sich nie ganz zu Hause gefühlt hat“, beschreibt die slowakische Schauspielerin, Diplomatin und Politikerin Magda Vášáryová die Rolle Mitteleuropas. Als frühere tschechoslowakische Botschafterin in Österreich und später als slowakische Botschafterin in Polen kennt sie die Scharniere Mitteleuropas wie kaum eine andere – Sie dürfen sich auf eine spannende, kluge und humorvolle Lektüre freuen.
Spannend und klug geht es in den folgenden Beiträgen weiter, Platz für viel Humor lassen die darin verhandelten Thema aber nicht zu – doch denselben beweist man ja bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Otto Friedrich verteidigt den Westen gegen das Attribut „dekadent“, dass ihm die Gegner der Freiheit von innen wie von außen umhängen. Anne Aschenbrenner sucht nach Wegen, wie sich angesichts der Polykrise noch von Zukunft erzählen lässt, die offen für „enkelfittes“ Leben bleibt. Ein Blick in Armin Thurnhers Buch „Unsternstunden der Menschheit“ beschließt diesen Zeitenwenden-Fokus.
Im „Kommentar des Quartals“, der in diesem Fall das erste Viertel des 21. Jahrhunderts umfasst, beschreibt Heiner Boberski den mit 9/11 eingeleiteten Prozess des Übergangs von der Spaß- zur Angstgesellschaft. Das theologische Porträt einer mutigen Frau zeichnet Franz Gmainer-Pranzl in der Rubrik „Kopf des Quartals“: Martha Zechmeister, die Ordensfrau, Befreiungstheologin und Trägerin des Preises der Salzburger Hochschulwochen 2026, als Beispiel und Vorbild der Einheit von gelebter und reflektierter Theologie.
Als „Buch des Quartals“ hat Philipp Axmann „Niedriger als die Engel“, eine Sexualgeschichte des Christentums des Oxford-Historikers Diarmaid MacCulloch gelesen. Der Titel seiner Rezension „Sex, que(e)r durch die Kirchengeschichte“ macht Leselust, der Sie unbedingt frönen sollten.
Bevor QUART-Doyen Peter Pawlowsky den Jubiläumsreigen einleitet, lesen Sie seinen Essay der sich mit der Frage „Gottes-Verlust aus Kirchenfrust?“ zusammenfassen lässt. Ein Thema, das ihn und die QUART seit ihrer Gründung beschäftigt und weiterhin umtreiben wird.
Interessante Lektüre im Namen der Redaktion wünscht Wolfgang Machreich
Nr. 3/2026 Zeitenwenden – Quart Online
Quart (vormals actio catholica) ist Zeitschrift des Forums Kunst-Wissenschaft-Medien der Katholischen Aktion Österreich.
4 Ausgaben/Jahr; Jahresabonnement Euro 33,- (Ausland Euro 39,-), für KAV- und KHJ-Mitglieder Euro 28,- (Ausland Euro 34,-), Einzelheft: Euro 10,-.
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(ps/6.11.2026)


