Weggabelung Demokratie: Welche Route wählen wir?
Die Katholische Arbeitnehmer:innenbewegung Oberösterreich und Mensch & Arbeit laden zum 175. Offenen Sozial-Stammtisch ein.
Autoritäre Politik gewinnt weltweit an Einfluss. US-Präsident Donald Trump demonstriert tagtäglich, welche Folgen ein autoritärer Politikstil für demokratische Institutionen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die politische Kultur haben kann. Auch rechtsextreme Bewegungen in Europa orientieren sich vielfach an ähnlichen Strategien und Narrativen.
Warum erscheinen autoritäre Angebote für manche Menschen attraktiv? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen begünstigen sie? Und vor allem: Wie können demokratische Kräfte diesen Tendenzen wirksam begegnen? Denn: „In einem fahrenden Zug kann niemand neutral sein.“
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die renommierte Politikwissenschafterin Sieglinde Rosenberger. Sie analysiert aktuelle Herausforderungen für die Demokratie und zeigt auf, warum demokratische Werte, politische Beteiligung und gesellschaftliche Verantwortung heute wichtiger sind denn je.
Demokratische Strukturen zu verteidigen, weiterzuentwickeln und dort neu aufzubauen, wo sie gefährdet sind, ist heute notwendiger denn je. Die Katholische Soziallehre kann dazu wichtige Beiträge leisten, wie die sozialethischen Impulse der Päpste Franziskus und Leo XIV. zeigen.
Die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) hat über Jahrzehnte wesentliche Impulse für Mitbestimmung, Beteiligung und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt, die bis heute nachwirken. Josef P. Mautner hat sich in seinem jüngst erschienenen Buch mit diesem Wirken der ksoe beschäftigt und wird dazu einen kurzen Impuls geben.
29. September 2026, 19:00 Uhr
Cardijn Haus, Kapuzinerstraße 49, 4020 Linz
Hubert Gratzer, Bundesvorsitzender der Arbeitnehmer:innenbewegung Österreich (KABÖ) ist überzeugt: "Die größte Stärkung der Demokratie ist es, wenn Menschen das Gefühl und die Möglichkeit haben sich zu beteiligen, wenn sie das demokratische System als wertvoll erachten und wenn Demokratie ihr Leben berührt und trägt. Dazu braucht es einen fairen Austausch der unterschiedlichen Positionen, die normal sind in einer Gesellschaft."
Der sperrige, aber wertvolle Begriff der „Subsidiarität“ der Katholischen Soziallehre sei ein gutes Prinzip für einen Weg zu einer lebendigen Demokratie. Papst Leo hat in seiner Enzyklika für den Schutz der Demokratie und der Würde des Menschen und der Gesellschaft im Zeitalter der KI, selbst dieses Prinzip eingebracht, wenn er schreibt: „Die übergeordneten Institutionen müssen die Freiheit und Kreativität der unteren Ebene anerkennen, schützen und fördern sowie deren Beitrag koordinieren, damit sie wirklich dem Gemeinwohl dienen" Magnifica humanitas 68).
mensch & arbeit | KAB | Betriebsseelsorge in Oberösterreich
(ps/23.9.2026)


