Auf die Kraft der Synodalität in kirchlichen Entscheidungsprozessen bauen
Erfreut zeigt sich das Präsident:innen:Team der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) über die Ergebnisse des Symposiums über Synodalität, das in den vergangenen Tagen im Bildungshaus Schloss Puchberg stattfand. Insbesondere in den abschließenden Worten von Kardinal Ladislav Nemet, Erzbischof von Belgrad, sieht die Katholische Aktion einen konkreten Handlungsauftrag an die Ortskirchen, wenn sagt: "Jeder Bischof kann in seiner Diözese so viele Dinge ändern und tun. Die entscheidende Frage ist: Wie viele Bischöfe haben den Mut, etwas zu tun?“ Die Katholische Aktion ruft die Bischöfe in den österreichischen Diözesen dazu auf, mutig auf die Kraft der Synodalität in kirchlichen Entscheidungsprozessen zu bauen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die das Kirchenrecht den Ortskirchen jetzt schon bietet.

„Die Praxis der gemeinsam getroffenen Entscheidungen, die Ergebnis eines Dialogs sind, muss kirchlich auf allen Ebenen implementiert werden“, betont Katharina Renner, Vizepräsidentin der KAÖ. Das sei auch eine Frage eine Glaubwürdigkeit einer geschwisterlichen Kirche. „Jetzt ist die Zeit, in den Diözesen synodale Versammlungen einzuberufen, an denen Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laienkatholik:innen gleichberechtigt mitreden. Das wäre ein wichtiges Signal eines gemeinsamen Aufbruchs der Kirche in Österreich.“ Mitsprache müsse verbindlichen Charakter haben und auch auf der obersten Leitungsebene - also der Bischofsebene – stattfinden. "Die Leitungsebene muss Synodalität konsequent wollen und leben, denn erst wenn die Leitungsebene sich zur Synodalität bekennt, zieht der Rest der Kirchenstruktur nach", ist Renner überzeugt. Das könne sofort verwirklicht werden.
(ps/17.9.2026)

