Wer wir sind und sein wollen. Identität: Superkraft und Problemzone
Die seit 1931 existierenden Salzburger Hochschulwochen sind die älteste Sommeruniversität im deutschen Sprachraum. Der Katholische Akademiker:innenverband Österreichs ist im Präsidium und Direktorium der Salzburger Hochschulwochen vertreten.
Das Thema "Wer wir sind und sein wollen. Identität: Superkraft und Problemzone" lud zu Vorträgen, Workshops und Diskussionen im Grenzgebiet von Theologie, Philosophie, Sozial- und Naturwissenschaften ein. Unter den Vortragenden waren heuer u.a. der Soziologe Andreas Reckwitz, der Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch, der Astrophysiker Franz Kerschbaum und der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz. Außerdem wurde auch das franziskanische Jubiläumsjahr (800. Todestag des hl. Franziskus) thematisch berücksichtigt.

Neben dem dichten Vortrags-, Workshop- und Diskussionsprogramm wurden in ihrem Rahmen u. a. ein "Theologischer Preis" für ein Lebenswerk sowie die sogenannten "Publikumspreise" für den wissenschaftlichen Nachwuchs vergeben. Den "Theologischen Preis" für ein Lebenswerk erhielt in diesem Jahr die Theologin und Ordensfrau Martha Zechmeister. Die Verleihung fand am 5. August in der Aula der Universität Salzburg statt. Die Laudatio hielt der Salzburger Theologe Franz Gmainer-Pranzl, Professor für Theologie interkulturell an der Universität Salzburg und Geistlicher Assistent des Katholischen Akademiker:innenverbands Salzburg.
Salzburger Hochschulwochen 2026: Identität - Superkraft & Problemzone
Aktuelle Meldungen zu den Salzburger Hochschulwochen
Impressionen der Salzburger Hochschulwochen 2026
"Alles auf Anfang?! Die Kunst des Neubeginns"
Salzburger Hochschulwochen vom 2. bis 8. August 2027
Fortschritt, Innovation, Aufbruch: Anfang und Neubeginn sind zentrale Ideen im Quellcode der Moderne. Immer geht es dabei um die Frage, wie Neues entstehen kann: Wirtschaftlich geht es darum, Gründergeist zu entfachen und Ideen in start ups zu verwandeln. Technologisch gilt es, Innovationen voranzutreiben, während sich gesellschaftlich wie kirchlich die Frage stellt, wie sich Reform- und Erneuerungsprozesse anstoßen lassen. Auch ganz persönlich kennen viele die Sehnsucht, Altes zurücklassen und noch einmal neu beginnen zu können: reset, restart, relaunch ist ein phönixhaft reizvoller Gedanke – allem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne.
Ebenso wahr ist freilich, dass aller Anfang schwer ist. Nicht selten wissen wir, dass eine Art Neubeginn in unseren Biographien und Institutionen nottäte, aber finden weder die Leichtigkeit noch Kraft dafür.
Umso spannender ist die Auseinandersetzung mit Fragen von Anfang und Neubeginn. Wie fängt man das an, einen guten Neubeginn – nach einer Trennung, einer persönlichen Krise, in kriegerischen Konflikten und Sackgassen aller Art? Wie geht man mit eigenen Fehlern und erlittenen Verletzungen um – wie wird man dem gerecht, was geschehen ist, und schafft es doch, neue Wege zu gehen? Wie lassen sich demokratische Prozesse und sozialstaatliche Institutionen reformieren, wie gesellschaftliches Miteinander oder kirchliches Leben auf neue Beine stellen? Und wie funktioniert Kreativität oder die Poesie eines frischen Blicks auf die Welt?

Quelle: Salzburger Hochschulwochen / red.
(ps/10.8.2026)

