KJ zu Social-Media-Verbot: Jugendliche begleiten statt ausschließen

Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) sieht das von der Bundesregierung angekündigte Social Media Verbot für junge Menschen bis 14 Jahre kritisch. Sie fordert Bezug nehmend auf die EU-Verordnung „Digital Services Act“, die europaweit Vorrang gegenüber der nationalen Gesetzgebung hat, eine Regelung auf EU-, statt auf nationalstaatlicher Ebene. Daher fordert die Katholische Jugend Österreich von der Politik, sich eher für wirkungsvolle europäische Regulierungen der Plattformen und Stärkung europäischer Alternativen einsetzen, statt auf nationalstaatlicher Ebene Verbote zu verordnen. Rafael Haigermoser, Bundesvorsitzender der Katholischen Jugend meint dazu: „Für Jugendliche braucht es mehr Begleitung und nicht den Ausschluss aus digitalen Diskursräumen. Eine Regulierung, die die süchtig machenden Praktiken der Plattformen einschränkt, würde auch allen die älter als 14 Jahre sind helfen.“

Zustimmung zu Stärkung von Medienkompetenz und Demokratie in der Schule
Über die von der Bundesregierung verlaueten Veränderungen im AHS-Oberstufenlehrplan, die Medienkompetenz und Demokratie hervorheben sollen, zeigt sich die Katholische Jugend Österreich erfreut. „Mehr Demokratiebildung, besonders in Zeiten, in denen Demokratien weltweit strategisch abgebaut werden, ist zu begrüßen“, ist die Bundesvorsitzenden Elisabeth Wanek überzeugt. Der sichere Umgang mit neuen Techniken, wie Künstlicher Intelligenz sollte jedoch in bestehenden Fächern und besonders in Informatik aufgegriffen werden. Der voranschreitenden digitale Entwicklung lässt sich nicht alleine mit der Einführung von neuen Unterrichtsfächern begegnen. „Es wäre daher von großer Bedeutung, bei der Ausbildung von angehendem Lehrpersonal anzusetzen und das Angebot von Fortbildungen zu erweitern“, zeigt Elisabeth Wanek weiter notwendige Schritte auf.
Quelle: KJÖ
(rp/27.03.2026)
