Die Kraft der Einheit ist stärker als die Destruktivität der Spaltung
„Hab Mut, steh auf“, das Motto des 104. Deutschen Katholikentags, war auch Motto des Österreicher-Treffens vor Ort, das von der Katholischen Aktion initiiert wurde. Rund 30 Personen, darunter viele Studierende aus Österreich, trafen einander nach dem Gottesdienst am Residenzplatz, um inmitten des umfangsreichen Programms und den vielfältigen Aktivitäten innezuhalten. Sie reflektierten ihren persönlichen Zugang zum Motto des Katholikentags und tauschten sich darüber aus, was sie von den Begegnungen in Würzburg mitnehmen. Als wichtigste Themen für die Weiterarbeit kristallisierten sich in den Gesprächen die Bereiche Demokratie, Menschenwürde, Frieden und Frauen heraus.
Manfred Hofmann, Generalsekretär der Katholischen Aktion Oberösterreich, zieht ein erstes Resumee: „Wir nehmen von hier sehr viel positive Energie mit. Die Begegnungen mit Gleichgesinnten machen Mut, für wichtige Anliegen gemeinsam aufzustehen.“
Reinhard Bödenauer, Präsident der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien, nimmt sich vor allem Schwung für die Umsetzung von Synodalität in der Diözese mit und freut sich, dass das auch von Erzbischof Josef Grünwidl unterstützt wird. Die Implementierung der synodalen Haltung in der Kirche müsse weitergehen und sickere langsam, auch bei Klerikern, wenngleich es hier bei einigen noch Aufholbedarf gebe. „Synodalität und das gute Miteinander muss auch von unten kommen. Und das spürt man hier auf dem Katholikentag besonders stark“, freut sich Bödenauer.
Regina Petrik, Generalsekretärin der Katholischen Aktion Österreich, ist beeindruckt von der Verbundenheit unter den tausenden Katholik:innen aus mehreren Ländern und mit unterschiedlichen kirchlichen Aufgaben und Funktionen: „In den Begegnung hier mit Menschen aus den Pfarrgemeinden, mit Funktionärinnen und Funktionären aus kirchlichen Organisationen und mit Amtsträgern ist spürbar: Die Kraft der Einheit ist um so vieles stärker als die Destruktivität der Rede von der Spaltung. Das macht Mut, das lässt uns immer wieder aufstehen und das motiviert, sich immer aufs Neue für das gute Miteinander in Kirche und Gesellschaft einzusetzen.“
(rp/14.5.2026)
