Rafael Haigermoser als Vorsitzender der KJÖ wiedergewählt
Bei der Bundeskonferenz der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ), die von 8.-10. Mai im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg stattfand, trafen sich Delegierte der österreichischen Diözesen. Knapp 60 Personen rangen um gemeinsame Möglichkeiten für die Jugendpastoral und konnten wegweisende Entscheidungen treffen.

Vorsitzender wurde wiedergewählt
Rafael Haigermoser wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Der 27-jährige Salzburger tritt damit seine zweite Amtszeit an. Das Leitungstrio - bestehend aus Elisabeth Wanek und Klemens Lesigang, deren Amtszeit noch ein weiteres Jahr dauert - wird auch im kommenden Jahr die Geschicke der Katholischen Jugend Österreich federführend lenken.
Haigermoser blickt auf eine langjährige Erfahrung in der kirchlichen Jugendarbeit zurück: Er war Jugendgruppenleiter in der Stadtpfarre St. Paul in Salzburg und studiert derzeit Informatik an der TU Wien.
“Für die vielen Begegnungen mit spannenden Menschen in meiner ersten Amtszeit bin ich sehr dankbar. Umso mehr freut es mich, dass mir erneut das Vertrauen ausgesprochen wurde. Weiterhin möchte ich mich für die Bewahrung der Schöpfung und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Junge Menschen stehen dafür schon lange ein, jetzt liegt es an den Entscheidungstragenden in Politik und Gesellschaft, die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“, betonte Haigermoser nach seiner Wiederwahl, die noch von der Österreichischen Bischofskonferenz bestätigt werden muss.
KI muss dem Wohl aller Menschen dienen
Ein zentrales Ergebnis der Bundeskonferenz war der Beschluss von Positionierungen zu sogenannter Künstlicher Intelligenz. „Die Katholische Jugend fordert darin, dass die generierten Inhalte, die Menschenwürde wahren. Dazu braucht es auch gesetzlichen Rahmenbedingungen, die die entwickelnden Konzerne in die Pflicht nehmen, dies sicherzustellen", so Haigermoser. Die Positionierungen unterstreichen die Überzeugung der KJÖ, dass technologischer Fortschritt mit ökologischer Verantwortung und globaler Solidarität einhergehen muss.
„Als Katholische Jugend sind wir davon überzeugt, dass jeder Mensch als Abbild Gottes einzigartig ist. Menschliche Talente und Fähigkeiten sind so viel mehr als die Effizienz von Maschinen. Gleichzeitig gehört technischer Fortschritt zu unserem Leben und wir wollen dem sicher begegnen können. Daher halten wir es für notwendig, dass es qualitativ hochwertige Angebote gibt, um Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich mit Künstlicher Intelligenz auseinander zu setzten”, ergänzt Vorsitzende Elisabeth Wanek.
Neue KJ-Seelsorge gewählt
Ebenfalls bei der Bundeskonferenz gewählt wurde Christine Schmidt als neue KJ-Seelsorge. Schmidt übernimmt die pastorale Begleitung von Haupt- und Ehrenamtlichen auf Bundesebene und wirkt als Brückenbauerin. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die theologische Beratung, die Gestaltung spiritueller und liturgischer Impulse bei Veranstaltungen sowie Vernetzung. „Junge Menschen brauchen Begleitung – nicht Bevormundung. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit der Katholischen Jugend Österreich Räume zu öffnen, in denen Glaube lebendig wird und junge Menschen ihre Spiritualität entfalten können", so Schmidt.

Am Bild (v.l.n.r.): Rafael Haigermoser, Vorsitzender der KJÖ und Christine Schmidt, Seelsorgerin der KJÖ © KJÖ / Dobernig
(ps/11.5.2026)
