Wert(e)voll führen: Sorgen für die Zukunft
Unter dem Titel "Sorgen für die Zukunft" veranstaltete das Forum christlicher Führungskräfte, dessen Gründungsmitglied die Katholische Aktion ist, von 23. bis 25. April 2026 einen Kongress in Stift Göttweig. Im Zentrum standen diesmal Fragen der Gestaltung von Zukunft angesichts der Krisen der Gegenwart. Gesellschafltiche und politische Herausforderungen wurden ebenso diskutiert wie wirtschaftliche Problemstellungen für Unternehmen und Führungsqualität, die sich am christlichen Menschenbild orientiert. Neben den Keynotes und Expert:innen-Inputs in Arbeitsgruppen gab es Raum für Reflexion und Gespräche der Teilnehmenden untereinander.
Von Gegenwartsanalyse zu Zukunftsbildern
Der bulgarische Politologe Ivan Krastev analysierte die tief sitzende Angst vor dem demografischen Wandel, die das Vertrauen in die Demokratie erschüttert und die politische Landschaft verändert. Fakten zu aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen lieferte Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria. Drei junge Frauen mit familiären Migrationsbiografien schilderten ihre Erwartungen an die Entwicklung von Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren und stellten dieser durchaus positives Entwicklungspotential aus.
Persönliche und kollektive Grenzerfahrungen
Gerlinde Kaltebrunner erzählte von ihren Erfahrungen bei der Besteigung des K2 und den damit verbundenen Krisensituationen. Immer das Ziel vor Augen zu haben und das Funktionieren der Teamarbeit benannte sie als wesentliche Erfolgsfaktoren dafür.
Abt Nikodemus Schnabel von der Dormitio-Abtei in Jerusalem schilderte sehr berührend das Bemühen, inmitten des Krieges der Kernaufgabe der Abtei treu zu bleiben und die "Kraft des Bleibens" in Krisensituationen.
Teun Toebes aus den Niederlanden berichtete von seiner Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen und forderte eine am Menschen und nicht an Systemen orientierte Pflegearbeit.
Stärkung durch spirituelle Quellen
Durchgehend begleitet war der Kongress durch die Besinnung auf unsere spirituellen Quellen als Christinnen und Christen. Den Abschluss fand die Tagung mit einem Einkehrvormittag mit Abt Bernhard Eckerstorfer vom Stift Kremsmünster, der benediktinische Lebenshaltungen für Führungskräfte erfahrbar machte.
Mit (am Bild von links nach rechts zu sehen) KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder, KA-Wien-Vizepräsidentin Valentina Steigerwald, KAÖ-Generalsekretärin Regina Petrik, KA-Wien-Präsident Reinhard Bödenauer und KA-Wien-Generalsekretär Christoph Watz sowie (nicht im Bild) KA-Steiermark-Vizepräsidentin Agnes Truger und KA-Steiermark-Generalsekretärin Anna Hollwäger war die Katholische Aktion stark vertreten.
(rp/26.4.2026)
