Für strengere Regulierung von Tech-Konzernen statt Pauschalverbot
Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) spricht sich in der Debatte rund um ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige gegen ein pauschales Verbot aus. In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress (28.1.2026) betonen die Vorsitzenden der kirchlichen Jugendorganisation, dass soziale Medien nicht ausschließlich ein Problem junger Menschen seien, sondern "die gesamte Gesellschaft" betreffen würden. Ein generelles Verbot würde jungen Menschen "einen wesentlichen Bestandteil ihres täglichen Lebens entziehen". Als Alternative zu einem Verbot plädierte die KJÖ "für eine strengere Regulierung von Tech-Konzernen aus, die Social-Media-Plattformen kontrollieren", so die Vorsitzenden Elisabeth Wanek, Rafael Haigermoser und Klemens Lesigang.
Ehrenamtliche Vorsitzende: Klemens Lesigang, Elisabeth Wanek, Rafael Haigermoser (v.l.n.r.) © KJÖ
Zugleich spricht sich die Katholische Jugend für einen europäischen Ansatz aus. Gefordert sei die "Entwicklung und Förderung europäischer Alternativen", die nicht profitorientiert seien und "den demokratischen Dialog stärken". Ein pauschales Verbot ist dafür aus Sicht der Jugendorganisation nicht der richtige Weg.
Hintergrund sind Ankündigungen der Bundesregierung, wonach in Österreich ein Mindestalter von 14 Jahren für Social-Media-Plattformen eingeführt werden soll. Das Vorhaben hat zuletzt eine breite politische und gesellschaftliche Debatte ausgelöst.
Quelle: kathpress
(ps/30.1.2026)

