FPÖ-Kampagne gegen NGOs richtet gesellschaftlichen Schaden an
Die Katholische Aktion Österreich ist erschüttert über die Kampagne, die die FPÖ in Österreich und die AfD in Deutschland zur Zeit gegen alle NGOs, also Organisationen, die keiner staatlichen Trägerschaft unterliegen, führt. Diese Organisationen sind in unterschiedlicher Weise auf die Unterstützung durch die öffentliche Hand angewiesen. Den Großteil ihrer Budgets finanzieren sie aber durch die Aufbringung eigener Mittel, etwa durch Spenden oder Mitgliedsbeiträge.
„Seit Wochen attackiert die FPÖ mit harten Rundumschlägen NGOs, indem sie ein Bild der angeblichen Bereicherung dieser Organisationen durch Steuergelder zeichnet, das mit der Realität nichts zu tun hat“, kritisiert das Präsident:innen-Team der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ). „Hier wird die Arbeit von tausenden engagierten Menschen diffamiert, von Ehrenamtlichen und solchen, die ihre Freizeit in den Dienst für andere Menschen oder eine gute Sache stellen. Zu der großen Gruppe der NGOs gehören die Caritas und andere soziale Organisationen ebenso wie Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen. Ähnlich wie Donald Trump scheint die FPÖ gegen alle vorgehen zu wollen, die nicht zu ihrer eigenen politischen Linie passen. Diese undifferenzierte Kampagne ist zutiefst antidemokratisch und fügt der Gesellschaft großen Schaden zu“, zeigt sich KAÖ-Vizepräsident Thomas Immervoll betroffen.
Die Katholische Aktion betont, dass NGOs oft einen großen Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft leisten. Mit ihrem Engagement für Mensch und Umwelt, für Gerechtigkeit und Frieden sind sie ein wichtiger Teil unserer Demokratie. Im weiten Feld der NGOs in Europa gibt es möglicherweise problematische Einzelfälle, aber der Großteil der von der FPÖ attackierten Organisationen leistet viel für die Gesellschaft und trägt zu einem guten Zusammenleben der Menschen bei. Das darf nicht zerstört werden. „Hier wird aus parteipolitischem Kalkül eine wichtige Säule unserer Demokratie diffamiert und beschädigt. Das wollen wir nicht unkommentiert hinnehmen“, stellt Immervoll fest. „Wir rufen die FPÖ und reißerisch berichtende Medien zur Mäßigung auf. Erst dann werden ernsthafte Debatten möglich und können die wenigen echten Missstände beseitigt werden.“
(ps/25.7.2025)