Integrationswilligkeit: plakative Darstellungen wenig hilfreich
Bedauern über jüngste Äußerungen von Innenministerin Prokop
Die "christlich-muslimische Plattform für Österreich" bedauert jüngste Interview-Äußerungen von Innenministerin Liese Prokop über die mangelnde Integrationswilligkeit von angeblich 45 Prozent der in Österreich lebenden Muslime, ohne dass vorher die zu Grunde liegende Studie der "Akademie für Sicherheitsfragen" vollständig veröffentlicht wurde. Diese Studie muss daher so rasch wie möglich auf den Tisch. Dann kann ihre wissenschaftliche Seriosität sowie die Frage beurteilt werden, ob die Studie womöglich Unklarheiten bei den Begriffen "Integration", "Assimilation" und "Anpassung" beinhaltet.
Über das gesamte Spektrum dieser Begriffsfragen sollte rasch ein Dialog mit den Betroffenen geführt werden. Wir begrüßen die entsprechende Bereitschaft der Innenministerin. Wir nehmen sie auch beim Wort, wenn sie verspricht, dass die Thematik nicht zum Zwecke einer neuen Ausländerfeindlichkeit hochgespielt werden sollte. Gerade in Wahlkampfzeiten sollten verantwortliche Politiker bei dieser sensiblen Thematik zurückhaltend agieren.
Wir bedauern, dass die Diskussion über Prokops Interviewäußerungen die unter ihrem Vorsitz stehende große EU-Konferenz in der Wiener Hofburg über den Dialog der Kulturen und Religionen überschattet. Bei dieser Konferenz (am kommenden Freitag) geht es auch darum, das international viel beachtete österreichische Modell der Integration in europaweitem Rahmen vorzustellen. Plakative Erklärungen, denen derzeit jede erkennbare wissenschaftliche Grundlegung zu fehlen scheint, sind für diese große Aufgabe Österreichs nach innen und nach außen nicht hilfreich. Sie stehen auch in einem Spannungsverhältnis zu vielen erfolgreichen Initiativen Österreichs im interkulturellen und interreligiösen Gespräch, die dem Land Achtung und innere Sicherheit gebracht haben.
Für die christlich-muslimische Plattform:
Peter Pawlowsky, Paul Schulmeister, Carla Amina Baghajati
Wien, am 15. Mai 2006
Über das gesamte Spektrum dieser Begriffsfragen sollte rasch ein Dialog mit den Betroffenen geführt werden. Wir begrüßen die entsprechende Bereitschaft der Innenministerin. Wir nehmen sie auch beim Wort, wenn sie verspricht, dass die Thematik nicht zum Zwecke einer neuen Ausländerfeindlichkeit hochgespielt werden sollte. Gerade in Wahlkampfzeiten sollten verantwortliche Politiker bei dieser sensiblen Thematik zurückhaltend agieren.
Wir bedauern, dass die Diskussion über Prokops Interviewäußerungen die unter ihrem Vorsitz stehende große EU-Konferenz in der Wiener Hofburg über den Dialog der Kulturen und Religionen überschattet. Bei dieser Konferenz (am kommenden Freitag) geht es auch darum, das international viel beachtete österreichische Modell der Integration in europaweitem Rahmen vorzustellen. Plakative Erklärungen, denen derzeit jede erkennbare wissenschaftliche Grundlegung zu fehlen scheint, sind für diese große Aufgabe Österreichs nach innen und nach außen nicht hilfreich. Sie stehen auch in einem Spannungsverhältnis zu vielen erfolgreichen Initiativen Österreichs im interkulturellen und interreligiösen Gespräch, die dem Land Achtung und innere Sicherheit gebracht haben.
Für die christlich-muslimische Plattform:
Peter Pawlowsky, Paul Schulmeister, Carla Amina Baghajati
Wien, am 15. Mai 2006











