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Montag 6. September 2010

Jenseits aller Satire
KAÖ zur Serie "Popetown"

Katholische Aktion Österreich zur ersten Folge der Serie "Popetown" auf MTV:
Langeweile, Realitätsferne und Niveaulosigkeit.



"Satire darf alles, nur nicht langweilen" soll Kurt Tucholsky einmal gesagt haben. Mit diesem Satz fasste Luitgard Derschmidt, Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, ihren persönlichen Eindruck nach der Ausstrahlung der ersten Folge von "Popetown" zusammen. Nicht Verletzung, sondern Langeweile und Verwunderung sei das einzige Gefühl, dass in ihr aufgekommen sei.

  

Aufgabe guter Satire ist es, durch die Verzerrung der Realität auf Missstände aufmerksam zu machen - dieser Cartoon sei jedoch von der Realität Lichtjahre entfernt und könne somit den Anspruch auf Satire in keinster Weise stellen. Es sei nur bedauerlich, dass dadurch die Maßstäbe des "guten Geschmacks" in der Gesellschaft weiter ausgehöhlt und der allgemeine Trend zu niveauloser "Unterhaltung" fortgesetzt werde. Bestenfalls werde damit der Anspruch des Senders selbst karikiert, die Diskussion zu gesellschaftlich relevanten und politischen Themen führen zu wollen.

  

Derschmidt fordert den Sender auf, die Serie abzusetzen, und somit Christinnen und Christen Verärgerung und Kränkungen und sich selber weitere Peinlichkeiten zu ersparen.

  

Der Ruf nach mehr Bewusstsein der pädagogischen Verantwortung eines auf Jugendliche ausgerichteten Senders wird - wegen der rein kommerziellen Ausrichtung von MTV - wohl ins Leere gehen, befürchtet Derschmidt abschließend. Wieder einmal stelle sich die Frage, ob Profit wirklich alles rechtfertigt.

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