KAÖ zum internationalen Holocaustgedenktag
Es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, wie es dazu gekommen ist, dass solche Ungeheuerlichkeiten in einem Land geschehen konnten, das stolz auf seine Bildung, seine Humanität und seine Aufgeklärtheit war.
Der schleichende Prozess, mit dem die Menschenwürde bestimmter Menschengruppen in Abrede gestellt wurde, ihre langsame Abwertung und Diskriminierung hat dazu geführt, dass viele Menschen in unserem Land Verfolgung und Mord nicht mehr als das erkannt haben, was es ist.
Die Präsidentin der KAÖ, Dr. Luitgard Derschmidt, nimmt wahr, dass gewisse Mechanismen, die auch heute noch zu beobachten sind, nicht ernst genug genommen werden, ja sogar öffentlich die Menschenrechte nicht eingehalten werden. Diese gelten für alle Menschen, die in Österreich leben, gleichermaßen. Personen, die bei uns Schutz und Hilfe vor Verfolgung suchen, dürfen nicht einfach nur, weil sie Ausländer sind, ausschließlich der Kriminalität verdächtigt werden. Der Wert und die Würde jedes menschlichen Wesens muss, unseren Gesetzen nach, gleich geachtet werden und darf nie mehr in wertes und unwertes Leben geteilt werden, weder aufgrund von Krankheit, Alter oder Behinderung.
"Das viel zitierte "NIE WIEDER" darf kein bloßes Lippenbekenntnis sein, sondern muss in allen österreichischen Gesetzen und Regelungen umgesetzt werden. Vor allem auch in politischen und öffentlichen Debatten muss die Menschenwürde und Gleichheit aller Menschen immer konkret und achtsam berücksichtigt werden", mahnt Derschmidt abschließend.










