"Pax Christi Österreich" kritisiert US-Politik im Irak
Die kirchliche Friedensbewegung "Pax Christi Österreich" hat am Tag der Ankunft von Präsident George W. Bush in Wien die Politik der USA im Irak kritisiert. Vor nunmehr drei Jahren habe Bush den Sieg über das Regime Saddam Husseins proklamiert und den Irakkrieg für beendet erklärt: "Tatsächlich sterben aber - wie die inzwischen rar gewordenen Pressemeldungen zu diesem Thema dokumentieren - nach wie vor täglich Hunderte Menschen - Iraker, US-Legionäre- und US/GB-Soldaten", heißt es in einer Stellungnahme der kirchlichen Friedensbewegung. Die USA besetzten nach wie vor das Land, hätten "einen Bürgerkrieg losgetreten und kriminelle Banden auf den Plan gerufen".
Der offizielle Anlass für die militärische Intervention, die Bedrohung für die Welt durch die Massenvernichtungswaffen des Irak, habe "sich schon bald als falsch herausgestellt", so "Pax Christi". Diese "Lüge" habe damit zu tun, dass die Supermacht ihren "Einfluss auf die Ölregion sicherstellen" wolle: "Wie sonst lässt sich erklären, dass die USA in diesem fernen Land bleiben, nachdem der Bösewicht Saddam Hussein, den die USA zuvor - im Krieg gegen den Iran - noch tatkräftig unterstützt hatten, gefangen ist?"
Unter der Präsidentschaft von Bush seien die USA zudem aus vielen internationalen Verträgen ausgestiegen, erinnert "Pax Christi". Die Autorität des Internationalen Gerichtshofes werde abgelehnt, das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert, und den Vereinten Nationen "das Leben schwer gemacht: "Anstatt ein System kollektiver Sicherheit aufzubauen, ergeht man sich in Großmachtpolitik".
Und vor dem Hintergrund der Berufung Bushs auf christliche Werte kritisiert "Pax Christi": "Wer zu imperialer Gewalt greift, handelt der Botschaft Jesu Christi zuwider"
Eine Meldung der Kathpress (http://www.kathpress.at/)










